Schnell

Schnelligkeit bestimmt unser Leben. Im Zeitalter von mobiler (Tele-) Kommunikation, mobilem Internet und Smartphones geht alles immer schneller – oder es scheint zumindest so zu sein. Und für einen Läufer ist Schnelligkeit mit Sicherheit auch nicht das schlechteste. Aber Schnelligkeit ist auch relativ. Sind für einen Autofahrer 20 Km/h ein „Schleichtempo“, so sind sie für einen Marathonläufer eine Geschwindigkeit, die nicht allzu viele Menschen über eine Distanz 42,195 Km laufen können.

Aber nicht alles im Leben ist Laufen – es gibt wichtigeres! Doch auch hier kann manches oftmals sehr schnell gehen. Eben ist noch alles in Ordnung, man macht einen falschen Schritt und schon ändert sich alles – und zwar von Grund auf.

So geschehen meinem Vater, der am gestrigen Morgen eine Treppenstufe verfehlte und in Folge dessen mit gebrochenem Halswirbel und Becken per Rettungshubschrauber in`s Krankenhaus geflogen wurde. Mein alter Herr steht kurz vor seinem 82. Geburtstag – einem Alter, in dem gerade solche Verletzungen nicht mehr so ohne weiteres „weggesteckt“ werden können.

Was wird, weiß niemand derzeit – doch es wird Veränderungen geben. Derzeit liegt mein Vater auf einer Intensivstation und man muss weitere Entwicklungen abwarten. Aufgrund starker Narkosen war der Gute heute auch immer nur kurzzeitig wach. Alles weitere bringt die Zeit – und das wird NICHT schnell gehen. Ich werde mir am Samstag ein eigenes Bild machen.

Schnelligkeit ist relativ – mal geht es schnell und ein komplettes Leben ändert sich von einem Moment auf den anderen, mal geht es langsam, bis sich Änderungen einstellen.

Eigentlich wollte ich am Samstag beim Kurparklauf in Bad Nenndorf starten – aber es gibt eine Menge Dinge, die ganz einfach wichtiger sind…

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