If you’re going to San Francisco

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Tick-Tack, Tick-Tack…. die Zeit läuft. Das scheint man besonders zu merken, wenn man seine eigene Zeitzone verlässt und quasi einmal rund um den halben Globus fliegt. 9 Stunden Zeitunterschied sind es zwischen Deutschland und San Francisco. 9 Stunden also, die man hinter der heimischen Zeit „hinterherhinkt“. Das ist besonders in den ersten Tagen recht schwierig umzusetzen. Um 14:30 Uhr Ortszeit in San Francisco gelandet, ist es zu Hause quasi schon Nacht, denn 23:30 Uhr. Wir sind dann um ca. 19:00 Uhr in die Falle gegangen, um am Dienstag fit in den Tag zu starten und San Francisco zu erkunden.

Aber: Pustekuchen – um 03:00 Uhr war für uns beide die Nacht vorbei – klar, waren ja auch 8 Stunden Schlaf, wann haben wir die zu Hause denn schon? Allen Bemühungen um Trotz war auch an kein Einschlafen mehr zu denken. Also langsam fertigmachen den Starbucks unten im Hotel aufsuchen. Und siehe da: fast dem kompletten Rest des TIGER BALM TEAMS ging es ähnlich und so beobachteten wir gemeinsam, wie San Francisco so langsam erwachte, ehe wir uns selber auf den Weg machten, die Stadt zu erkunden. Bis auf Kerstin und mich hatten alle eine Tour nach und auf Alctatraz gebucht. So trennten sich dann vor dem Hotel dann unsere Wege und während die große Tigermeute sich zum Hafen aufmachte, starteten wir unsere Sightseeing-Tour zu Fuß.

Unser Weg führte uns zuerst zum Rathaus,

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über Chinatown (ok, wirkt bei Tag ohne Beleuchtung und bei größtenteils geschlossenen Geschäften auch nicht unbedingt spektakulär…)

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zum Coit-Tower

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Von hier oben (recht länger und anstrengende Fußmarsch über unzählige Treppen) gab es die ersten Blicke auf die Golden Gate Bridge und auf die Gefängnis-Insel Alctatraz. Unser nächstes Etappenziel sollte dann der Pier 39 sein, wo wir endlich auf ein nettes Frühstück hofften. Auf dem Weg dorthin überquerten wir die berühmte Lombard-Street – allerdings rund 4 Km Luftlinie von den kurzgeschwungenen Serpentinen entfernt…

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Am Pier 39 angekommen und nach einem endlich ausgiebigen Frühstück besuchten wir die Seelöwen

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und buchten eine Schiffsrundfahrt, die uns direkt unter Golden Gate

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und rund um Alcatraz

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führte, wo zwei Seelöwen auf einer Seeboje Siesta machten – ok, war ja auch Mittagszeit…

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Über Fisherman’s Wharf wanderten wir dann auf die andere Seite der Lombardstreet, um die Serpentintenstrasse auch „live und in Farbe“ sehen zu können. Davor hatten die Götter einen Aufstieg gestellt, der mit hochalpinen Wandertouren durchaus hätte mithalten können. Zugegeben, nicht ganz so lang, zumindest aber so steil, doch der Aufwand lohnt sich. Es ist schon beeindruckend, wie die Autos sich dort mit gefühlten 5 km/h heruntertasten. Da waren wir beim Abstieg fast schneller als die Autos…

Zur Abrundung der San Francisco Tour muss man natürlich auch mal Cable Car gefahren sein. Als wir eines dieser tollen Vehikel

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besteigen wollten, haben wir eine sehr interessante Erfahrung gemacht: in den USA scheint es manchmal auszureichen, ein Ticket kaufen zu wollen, ohne die dann tatsächlich auch tun zu müssen… Da wir an dem Streckenendpunkt keinerlei Hinweis auf einen Ticketerwerb finden konnten, fragten wir beim Fahrer nach, ob man die Fahrscheine auch „an Bord“ erwerben könne. Er bejahte dies und sagte, wir sollen aufsteigen. Während er dann anschließend alle anderen Fahrgäste ohne Ticket abkassierte, hat er dies bei uns wohl offensichtlich vergessen, was uns in den Genuss einer sehr interessanten 20-minütigen Fahrt zurück an unseren Ausgangspunkt unserer Tagestour brachte und uns $6 pro Nase sparte.

Ausklingen ließen wir den Abend dann mit einem großen Teil der andere TIGER BALM TEAM Mitglieder in einem mexikanischen Restaurant, wobei wir feststellen mussten, dass in der amerikanischen Gastronomie durchaus ab einer gewissen Gruppengrösse gerne mal ein pauschaler Prozentsatz an Trinkgeld schon von vornherein auf die Rechnung draufgeschlagen wird. Wir haben einen tollen Tag in einer sehr interessanten Stadt verbracht. Auffällig war, dass San Francisco aufgrund der recht hohen Erdbebengefahr nich über diesen extremen Skylines anderer amerikanischen Großstädte verfügt, dafür jedoch ein sehr sauberes und ordentliches Strassenbild abgibt. Als wir dann gegen 22:30 Uhr wieder im Hotel und im Bett waren, wurde uns bewusst, dass unsere Kinder daheim schon längst wieder wach und quasi auf dem Weg zu Schule und Kindergarten waren…

5 Kommentare bisher. Was sagst du dazu?

  1. Eddy sagt:

    Klasse Bericht – quasi fast live – gut gemacht!!

    6. Dezember 2012
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  2. Jens sagt:

    Moin,
    danke für die Berichte hier!! Wir „verfolgen“ Euch da drüben jeden Tag und sind echt supi auf dem Laufenden!! Klasse!! Ach ja, Euch nen schönen Nikolaus BEI 27°C… und liebe Grüße aus der leicht weißen Heimat bei -2°C

    6. Dezember 2012
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  3. Micki sagt:

    Hey Ihr 2 Weltenbummler – vielen Dank dass Ihr uns so an eurem großen Abenteuer teilnehmen lasst, macht Spaß ! Ich strapaziere jedesmal den Drucker für unsere älteren Herrschaften für die das Telefon die einzig ultimative Erfindung ist ;-)) Die Eltern freuen sich von Episode zu Episode – ab heute werden sie wohl dann wieder etwas warten müssen – so wie es ausssieht, darf unser Vater heute nach Hause…! Tja, es gibt sie immer noch – die WUNDER! Weggesteckt wie einmal Zahnziehen und das mit 82, ist schon was….
    Und Ihr? Ihr habt die Verpflichtung euch/eure Zeit mächtig zu genießen, viele Fotos zu machen und – eben für die Zeit wenn Ihr 80 seid – Erinnerungen zu sammeln!
    Have a nice day 😉

    7. Dezember 2012
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  4. Micki sagt:

    neeeeeiiiinnn – ich bin üüüberhaupt nicht neidisch! Ich doch nicht – obwohl…… ich wollte schon immer ganz viele Japaner sehen, vor allen Dingen laufende…. Aber Gut – man muss auch mal gönnen können 😉 Genießt die zeit, Ihr braucht auch nicht an uns arme, frierende Deutsche denken – nein, nein, ist schon gut…

    7. Dezember 2012
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  5. Micki sagt:

    Und: Daddy is back!

    7. Dezember 2012
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