Happy Helloween

Da sind wir also: nach rund 9 Stunden sehr ruhigem und angenehmen Flug mit Singapore Airlines sind wir auf dem Airport JFK gelandet. Nach dem Transfer zum Affinia Manhattan Hotel haben wir uns auf den Weg gemacht, die Startunterlagen für den Marathon abzuholen. Die Messe ist nur eine gute Viertelstunde entfernt, so dass wir das sehr gut zu Fuß in Angriff nehmen konnten. Alles in der Abwicklung ist ganz reibungslos organisiert und in Nullkommanichts hatte ich meine Startnummer, das Finisher-Shirt und meinen Kleiderbeutel.

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Das heute ein ganz besonderes Datum in den USA ist, konnte man den ganzen Tag schon auf den Straßen beobachten: am 31.10. ist Helloween und während in den letzten Jahren dieses Datum auch bei uns (zumindest bei den Kindern) immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, so ist es hier fast die komplette Bevölkerung, quer durch alle Altersstufen, die hier fast am Rad dreht. Teilweise sind auch die Straßen und Häuserentsprechend dekoriert – selbst unser Hotel hatte in der Lobby eine Helloweendeko vorzuweisen.

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Je später und dunkler es wurde, desto zahlreicher wurden die Mumien, Monstren und Mutationen und egal, ob jung oder alt: fast alle sind maskiert, kostümiert oder sonst in irgendeiner Art und Weise „herausgeputzt“. Dabei lassen sich die Leute wirklich eine Menge einfallen. Die Kostüme sind oftmals wirklich sehr beeindruckend und sehr aufwändig gemacht.

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Das ganze gipfelte in einer mehrstündigen Parade in Greenwich Village, die 6. Avenue entlang, der wir zumindest auch gut zweieinhalb Stunden beiwohnten. Unfassbare Menschenmassen stehen hier in 5er- und 6er-Reihen an den Absperrungen, um der „Freakshow“ (deren Teil Sie ja selber sind) zuzujubeln. Atemberaubende Kostüme, laute, wummernde Bässe auf Festwagen oder auch ganze Kapellen begleiteten das ausgelassene Tanzen und Treiben, wie es beeindruckender zur Karnevalszeit auch bei uns in Deutschland nicht sein kann. Auch die Schauspielerin Whoppi Goldberg, sowie „Miss USA“ und „Miss Universe“ (wobei ich nicht weiß, ob die beiden „echt“ waren) waren auf einzelnen Wagen mit dabei.

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Leider ist dies aufgrund der stetigen Bewegung der „Prozession“ und der Dunkelheit sehr schwer in Fotos festzuhalten, wofür uns jedoch das Empire State Building mit einer bunt ausgeleuchteten Spitze mehr als angemessen entschädigte.

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Als die Parade später in vollem Gang war, wechselte das Empire State Building sekündlich die waren und Muster – fast wie eine Diskokugel, die von verschiedenen Spots angeleuchtet wird. Nach gut zweieinhalb Stunden mussten wir jedoch kapitulieren: vollkommen erledigt zogen wir uns Richtung Hotel zurück – denn auch wenn die Stadt nicht schlafen mag, wir mussten nach fast 24 Stunden auf den Beinen endlich in die Falle.

Stay tuned…

Ein Kommentar bisher - Was sagst du?

  1. Karin sagt:

    Sehr spannend geschrieben,so kann ich wenigstens gedanklich dabei sein und alles gut verfolgen,wenn Du uns weiterhin so Klasse unterrichtest wie Eure Erlebnisse dort sind ! Viel Erfolg auch für den Lauf !

    1. November 2014
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