Family of the year – Der Tag der Entscheidung

Da war er also. Der Tag, auf den wir die letzten knapp 14 Tage (seitdem wir die tolle Nachricht bekamen, dabei sein zu dürfen) hingefiebert hatten: heute sollte nun also tatsächlich eine von zehn Familien am Ende von 7 spannenden Challenges und Spielen den Titel „Family of the year“ erlangen und als Hauptpreis eine niegelnagelneue Mercedes V-Klasse bekommen. Eine gewisse Anspannung vermischt mit einer guten Portion Adrenalin waren schon direkt nach dem Aufwachen nicht mehr zu leugnen und schränkten den Appetit beim guten und reichlichen Frühstücksbuffet bei meiner Frau Kerstin und mir durchaus ein wenig ein 😉 . Die Kinder waren so, wie Kinder sein sollen: locker, fröhlich und unbeschwert.Als wir uns nach dem Frühstück dann für die bevorstehende Abfahrt ins Ravensburger Spieleland fertig machten und die weißen Poloshirts nebst Wind- und Regenjacken (in weiser Voraussicht seitens des Orgateams zur Verfügung gestellt) überzogen, besprachen wir die „Teamtaktik“ für den Tag: Kerstin und ich rechneten uns im Grunde nicht allzu große Chancen aus – also schworen sich die „VIER Musketiere“ darauf ein, die Spiele so gut zu machen, wie sie können, sich lediglich auf sich selbst zu konzentrieren. Wir wollten uns nicht von evtl. zeitgleich agierenden Teams ablenken lassen, indem wir auf sie schauen. Aber das wichtigste war auf jeden Fall ja auch das Team-Motto: Spaß haben!

Dies war der Ablaufplan für den Tag mit den 7 Challenges:AblaufDem aufmerksamen Leser mag auffallen, dass auf diesem Ablaufplan lediglich 6 Spiele (die drei ja schon im Vorfeld bekannten und drei unbekannte) aufgeführt sind. Da der gesamte Tag ja aber vom selbsternannten „Quiz-Onkel“ Jörg Pilawa begleitet und moderiert wurde, lag logischerweise nichts näher, als das Spiel 7 eben das „Quizduell“ ab 17:15 Uhr sein würde. So wies es auch der Parkplan aus:ParkLeider war uns der Wettergott nicht wirklich wohlgesonnen, denn dunkle Regenwolken hingen nicht nur über dem Schwabenland, nein – ab und zu (nach unser aller Geschmack viel zu oft) erleichterten sich die Wolken auch um einige Liter Wasser. Da taten die Wind- und Regenjacken ausgesprochen gute Dienste und das Orgateam schaffte es sogar noch innerhalb kürzester Zeit, Regenschirme gegen die heftigsten Regengüsse zu besorgen. Also lies sich keines der (bisher noch) 9 Teams die gute Laune verderben.Gute Laune trotz Regens Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGGute Laune trotz Regens
Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Mit „unserer“ V-Klasse machten wir uns also auf den Weg ins Ravensburger Spieleland und ich war dankbar, dass Frederic gleich von sich aus anbot, uns dieses Mal zu chauffieren. So konnte er mich noch ein paar Daten zum Auto (für „Das verrückte Labyrinth“) abfragen und ich konnte meine Nervosität schön pflegen, ohne mich evtl. durchs Autofahren davon ablenken zu lassen ;).

Quasi zeitgleich mit allen anderen Familien trafen wir am Ravensburger Spieleland auf der Veranstaltungswiese (Punkt 5 auf dem Parkplan) ein. Das muss auch schon für die Menschen in der Umgebung ein beeindruckendes Bild gewesen sein: 9 super-schicke V-Klassen, alle schwarz, mit abgedunkeltem Fond und Aufklebern „Family of the year“ versehen, die quasi im Konvoi cruisen – das macht Eindruck! Genauso imposant war aber auch der Anblick für uns, als die 10 V-Klassen dann in „Reih’ und Glied“ auf der Veranstaltungswiese parkten. Noch einen schnellen Snack, Kaffee oder ein Erfrischungsgetränk im eigens aufgebauten großzügigen Cateringzelt – dann ging es los.

Jeder Familie wurde ein Betreuer/in zur Seite gestellt. Dies waren jeweils Mitarbeiter/innen des Spielelandes und sie kümmerten sich um die organisatorischen Dinge: sie begleiteten die Familien jeweils zu den einzelnen Stationen, trugen die Scoreboards (also die Aufstellungen der jeweiligen Spielergebnisse pro Familie), gaben schon mal kurze Hinweise auf die als nächstes bevorstehende Aufgabe und waren nicht zuletzt „Fan“ (trotzdem jedoch unparteiisch und stets fair) der zu betreuenden Familie. In unserem Fall war das Anita und sie war wirklich klasse und kümmerte sich rührend um uns!

Nach einer kurzen Begrüßung machten wir uns dann auf den Weg in Richtung der „Showarena“ (Punkt 7 auf dem Parkplan), wo auch schon das „Objekt der Begierde“ stand: die Mercedes V-Klasse mit schöner, roter Schleife – also, ich hätte sie so direkt mitnehmen können… 😉 . Alle Familien wurden jeweils einzeln kurz durch Jörg Pilawa vorgestellt, es gab ein gemeinsames Bild mit ihm vor dem Auto und dann wurde es zunächst einmal für 6 oder 7 Familien spannend: sie hatten sich (wie bestimmt viele andere Familien aus dem Umland des Spielelandes auch) bei einer Tageszeitung beworben und waren für diesen Tag ins Spieleland eingeladen worden. Als Höhepunkt sollte nun aus diesen Familien eine ausgewählt werden, die das 10er-Feld komplettierte und ebenfalls um das „Auto mit der roten Schleife“ spielen durfte.

Die Glücksfee (ein kleines Mädchen aus einer der bereits als Teilnehmer qualifizierten Familien) zog dann eine Familie, die ganz offensichtlich nicht damit gerechnet hatte. Denn die eigentlichen Pläne lauteten komplett anders: der Sohnemann hatte ein Fußballspiel am Nachmittag (für welches Jörg Pilawa persönlich spontan den jungen Mann beim Trainer telefonisch entschuldigte) und für den Abend war ein Grillabend mit Freunden vorgesehen – auch hier musste kurzfristig umdisponiert werden. Nun waren aber die 10 Familien komplett und es konnte endlich (der Ruhepuls und Adrenalinspiegel sind während der letzten Stunden nicht unbedingt gesunken) losgehen:

Spiel 1: „An die Puzzle, fertig, los!“

Dieses Spiel (Punkt 1 des Parkplanes) war recht schnell erklärt. Es ging darum, jeweils ein 48-teiliges Riesenpuzzle (Spielfläche ca. 1m x 1,5m) so schnell wie möglich zusammen zu setzen. Alle Teile befanden sich in einer großen Kiste, die erst nach dem Startsignal berührt werden durfte. Alle 10 Familien puzzelten gleichzeitig und die schnellste erhielt 10 Punkte, die zweitschnellste 9, usw.. Wir entschieden uns dazu, dass ich die Teile (vornehmlich zunächst die Randstücke) aus der Kiste (stand am rechten Rand der Puzzlefläche) heraushole und sie an Kerstin weitergebe. Kerstin verteilte die Teile dann entweder weiter an Yara (linker Rand), Fenja (oberer Rand) oder verbaute sie selber (unterer und rechter Rand). Unter Sonnensegeln waren wir vor dem recht starken Regen zu diesem Zeitpunkt gut geschützt und Jörg Pilawa gab das Startsignal. Also: Kiste auf und Randteile suchen – diese dann weitergeben, am besten schon mit einem Tipp, an welcher Seite der Puzzlefläche dies platziert werden könnte. Das Motiv war schon bekannt, denn es war das Bild von Jörg Pilawa mit der V-Klasse vor dem Ravensburger Spieleland, welches auch schon die Webseite zierte.

Moderator und Markenbotschafter Jörg Pilawa vor dem Hauptpreis
Je länger das Puzzeln dauerte, desto nervöser wurde ich, aber Kerstin und die Kinder ließen sich komplett nicht aus der Ruhe bringen. Nach gefühlt 20 Minuten hatte ich noch 5,6 Teile in den Händen, bei denen ich nun auch mithalf, diese zu platzieren. Noch zwei, noch eins – Paff, fertig! Vereinbart war, dass die Familien, die fertig sind dieses laut kundtun und jeweils einen Arm heben. Als wir dies taten und zum ersten Mal von unserer Spielfläche aufschauten, stellten wir fest, dass alle anderen noch puzzelten. Hatten wir echt das Spiel gewonnen? Ein Spielleiter kam an unsere Spielstätte und bestätigte, dass wir das Puzzle korrekt gelöst hatten und tatsächlich auch die schnellsten waren. Der absolute Hammer! Nie im Leben hätten wir damit gerechnet, dass wir dieses Spiel würden gewinnen können! Und dies auch nicht in den gefühlten 20 Minuten, sondern in 3:32 Minuten.Voller Körpereinsatz beim Puzzeln Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGVoller Körpereinsatz beim Puzzeln
Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Nachdem alle anderen Familien dann auch recht zügig ihre jeweiligen Puzzle gelöst hatten, wurden die Punkte entsprechend verteilt (wobei man jedoch erwähnen muss, dass die aktuellen Punktstände zu keiner Zeit „öffentlich“ gemacht wurden – was den Spannungsbogen stark erhöhte) und es ging weiter zum nächsten Spiel.

Spiel 2: „Der V-Klasse memory® Flug“

Richtig, auf dem Ablaufplan stand eigentlich „Das verrückte Labyrinth“ (Punkt 2 auf dem Parkplan) und dies wurde auch im Grunde genommen so gespielt. Hier konnte jedoch jeweils immer nur eine Familie spielen und die Reihenfolge wurde ausgelost. Yara zog für uns die Startnummer „7“ (das ist „ihre“ Nummer – ist sie doch am 07.07. geboren 😉 ). Um die Wartezeiten zu verkürzen wurde parallel dann eben auch das lt. Ablaufplan Spiel 3, “memory®“ gespielt. Dieses Spiel ist im Grunde genommen ja immer eine Domäne der Kinder. Zu Hause bin ich immer wieder geplättet, wie schnell und zielsicher „die Kleinen“ die gesuchten Pärchen finden und den Tisch abräumen. In der Variante „Der V-Klasse memory® Flug“ gab es zwei Besonderheiten im Vergleich zum Klassiker am Tisch: zum einen waren die Motive nicht die bekannten Bilder aus Flora und Fauna sondern (natürlich 😉 ) Motive rund um die V-Klasse. Auch saßen die Spieler nicht zusammen um einen Tisch, sondern mit jeweils zwei Personen in einem Hubschrauber vor einer riesigen Wand mit 20 Feldern, die man bei seinem Zug umdrehen konnte (natürlich immer nur zwei… 😉 ).memory (R) per Hubschrauber Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGmemory (R) per Hubschrauber
Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Gespielt haben immer zwei Familien gegeneinander, wobei jeder Hubschrauber immer abwechselnd mit Familie A, dann B, wieder A und dann B besetzt war. Bei einem richtigen Bilderpaar stieg der Hubschrauber ein Stück, bei einem Fehlversuch sank er. Wobei am Ende nicht der höchste  Hubschrauber gewann, sondern die Familie mit den meisten Paaren. Und noch eine Besonderheit gab es: bei einem erfolgreichen Versuch durfte man nicht noch mal ziehen, sondern es wurde nach jedem Versuch gewechselt. Mit der Familie, gegen die wir antraten hatten wir uns schon am Abend vorher sehr nett unterhalten und ein bisschen über Fußball gefachsimpelt. Die Voraussetzungen waren durchaus ausgeglichen, da die Kinder jeweils in sehr ähnlichen Altersgruppen waren. Per Zufallsgenerator wurde entschieden, wer begann und hier hatten wir ein bisschen Glück, dass nicht wir dies waren. Denn direkt auf Anhieb an Paar zu finden ist doch recht unwahrscheinlich. Trotzdem gelang uns das tatsächlich zweimal, jeweils ein Pärchen „blind“ zu finden. Und unsere Kontrahenten hatten in einer Spielrunde ein bisschen Pech, als die Technik einmal ein wenig ihren Dienst versagte und in der vorgegebenen Spielzeit pro Zug nur eines anstatt zwei Feldern umdrehte. Somit hatten wir das etwas glücklichere Ende für uns und gewannen dieses Duell mit 7:3 Paaren.

Nachdem wir uns wieder aus den doch recht kleinen Hubschrauberkabinen wieder „herausgefaltet“ hatten, ging es an den Punkt 2 des Parkplanes zu jetzt unserem

Spiel 3: „Das verrückte Labyrinth“

Dieses Spiel war uns ja im Grunde genommen schon im Vorfeld bekannt. Es ging darum, die Familie in 2 Teams (je ein Erwachsener und ein Kind) aufzuteilen und innerhalb einer vorgegebenen Zeit von 3 Minuten durch Team A insgesamt 5 Fragen im Labyrinth-Parcours zu finden. Per Handy werden diese Fragen dann an Team B, das in der V-Klasse sitzt und über die Freisprecheinrichtung mit Team A verbunden ist, gestellt und nach der hoffentlich richtigen Lösung geht es weiter auf die Suche nach der nächsten Frage.Fragen finden, stellen und lösen - die Herausforderungen des "verrückten Labyrinths" Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGFragen finden, stellen und lösen – die Herausforderungen des „verrückten Labyrinths“
Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Die große Unbekannte in diesem Spiel war die nicht unerhebliche Frage „was können die bloß wissen wollen?“. Immerhin waren die Themenbereiche recht weit gefasst: Allgemeinbildung, V-Klasse und Ravensburger Spieleland. Schon im Vorfeld hatten wir uns auf eine Gruppenaufteilung geeinigt und dementsprechend vorbereitet: da ich in unserer Familie der „Quiz-Onkel“ (allerdings versuche ich die Fragen zu beantworten, gell Herr Pilawa 😉 ) bin, hatte ich mich im Vorfeld über die V-Klasse und das Ravensburger Spieleland informiert und wollte die Fragen zusammen mit Fenja beantworten. Hatte diese Vorbereitung ausgereicht? Unsicherheit stieg auf. Der Startschuss fiel und Kerstin und Yara machen sich auf den Weg.

Erste Frage: „An welchem Fluß liegt London?“„Themse!“ Und weiter!!

Zweite Frage: „Wie heisst die Attraktion des Ravensburger Spielelandes, an der sich junge Besucher als Goldschürfer versuchen können?“„Lupos Goldmine!“ Puuh, musste ich grübeln, aber richtig und weiter!

Dritte Frage: „Was liegt in der Einkaufstüte auf der Hutablage der V-Klasse?“„Hääääh??? Woher soll ich das… – Moment…“, raus aus dem Auto, hinten Easy-Pack-Heckklappe geöffnet und in die (Mercedes-)Einkaufstasche geschaut: „Miniaturfußball!!!“ – Glück gehabt und weiter!

Vierte Frage: „Welche Charaktere begleiten die Besucher des Spielelandes auf der Bootstour?“„Boah, keine Ahnung. Hallo?? Hallo??“ Verbindung unterbrochen – Kerstin und Yara können uns nicht mehr hören. Was nun? Spiel wird unterbrochen, Kerstin und Yara müssen noch mal aus dem Labyrinth kommen, dürfen aber nicht mit uns sprechen. Jetzt wird die Verbindung wieder hergestellt, wir bekommen einen kleinen Zeitbonus, da Kerstin und Yara jetzt ja wieder zurücklaufen müssen ins Labyrinth und die beiden noch fehlenden Fragen suchen müssen. Das erste, was wir im Auto jetzt hören ist: „Sch… – hier waren wir schon“. Na super… Aber dann:

Fünfte Frage: „Wieviele Gänge hat das Automatik-Getriebe der V-Klasse?“ „Sieben!!“ Nun also noch mal die

Vierte Frage: „Welche Charaktere begleiten die Besucher des Spielelandes auf der Bootstour?“ – Ich habe immer noch keine Ahnung. Als erste Maskottchen fallen mir Fix & Foxi ein, die hier einen Themenbereich haben. Dann noch Maus und Elefant aus der „Sendung mit der Maus“ – aber macht das Sinn??? Plötzlich sagt Fenja: „Käpt’n Blaubär und Hein Blöd“ und zeigt nach links. Tatsächlich: genau links von uns fahren diese Boote und jeweils hinter der Sitzposition der Fahrgäste steht einer der beiden und „begleitet“ die Fahrt. Boah, wie geil, die Kinder dabei zu haben – das hätte ich im Leben nicht gesehen!!! Ein echtes Team also und megastolz auf unsere Große!Spassboote01_Jul06Während die noch verbliebenen Familien jetzt noch Ihr „verrücktes Labyrinth“ spielen ziehen wir ein erstes Resümee und sind baff: Spiel 1 volle Punkte (10), Spiel 2 gehen wir von 7 Punkten aus, weil wir ja 7 Pärchen hatten und bei Spiel 3 ebenfalls volle Punkte (10 – je einen pro gefundener Frage und pro richtiger Antwort). Macht nach unserer (inoffiziellen) Rechnung 27 Punkte – viel mehr geht nicht und damit hatten wir nie im Leben gerechnet.

Nun ging es also erstmal zurück in die Mittagspause auf die Veranstaltungswiese. Es gab leckere Kleinigkeiten als Finger-Food und die erste Anspannung war erstmal raus. Wir hatten uns wesentlich besser geschlagen, als erwartet und hatten obendrein eine Menge Spaß. Denn die Spiele erwiesen sich als absolut ideal für „Groß und Klein“. Es war nicht so, dass hier nur die Erwachsenen angesprochen waren – es war tatsächlich so, dass die Kinder vollwertig integriert waren und nicht nur als „Vervollständigung der Anforderung von 4 Personen“ dienten. Das Konzept ging voll auf.

Natürlich unterhielten wir uns im Laufe der Mittagspause mit integrierter Regenpause mit den anderen Familien, wie sie die Spiele empfunden und gemeistert hatten und ich denke, jede Familie rechnete insgeheim ein wenig mit, wie man denn wohl liegen würde, wobei niemand nun durch Verbissenheit oder übertriebenen Ehrgeiz heraus stach. Wie gesagt, offizielle Spielstände wurden zu keinem Zeitpunkt bekannt gegeben, was im Sinne der Spannung ja auch absolut korrekt war.

So stellte sich dann während eines dieser Gespräche mit der Familie „Die D-Klasse“ heraus, dass sie ebenfalls alle 5 Fragen im „verrückten Labyrinth“ richtig beantwortet hatten, auch ihr „memory®“-Duell mit 7:3 gewonnen hatten und beim Puzzeln als zweitschnellste nach uns fertig geworden waren. Somit hatten sie nach unserer Rechnung 26 Punkte und auf einmal merkten wir, dass wir wohl führen würden…

Vor dem nächsten Spiel nach der Mittagspause hatten wir „Vier Musketiere“ wohl den größten Respekt:

Spiel 4: “Wurf im freien Fall“

Es hatte endlich aufgehört zu regnen und so machten wir uns (einigermaßen) trockenen Fußes auf den Weg in Richtung der Punkt 4 auf dem Parkplan – dem Freifallturm „Hier kommt die Maus“. Aus acht Metern Höhe geht es hier im freien Fall nach unten, nur um dann gleich wieder nach oben gezogen zu werden und wieder runterzufallen… 😉 Wie schon erwähnt – Kerstin mag keine Karussells, ich habe Höhenangst und den Kindern hatten wir jetzt nicht unbedingt die „ultimativen Wurfkünste“ zugetraut.

Denn die Aufgabe bestand ja nun nicht nur darin, in diesem Fahrgeschäft die Vertikale mehrmals zu durchqueren und damit „ein bisschen Bauchkribbeln“ zu bekommen – nein, während der Dauer der Fahrt (ca. 1 Minute) war die Aufgabe, tennisballgroße Softbälle in eine vor dem Fahrgeschäft parkende V-Klasse in deren geöffnete Seitentür zu werfen – und zwar so, dass die Bälle in einem Netz um Fond des Wagens liegen blieben. Jedes Familienmitglied bekam 10 Bälle in einer Plastiktüte und es spielten jeweils 2 Familien zeitgleich. Aber nicht wirklich im Duell, sondern insgesamt darum, wer von allen 10 die meisten Treffer landet.Von oben in die V-Klasse Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGVon oben in die V-Klasse
Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Diesmal war es an Fenja, unsere Startnummer zu ziehen – und es wurde die 8. Ok, damit hatten wir die vierte Runde und konnten uns zumindest schon mal ein paar Fahrten anschauen und beobachten, was es für Lösungsmöglichkeiten gab. Die ersten Bälle durften geworfen werden, wenn die Sitzbank das erste Mal nach oben gezogen wird und ab dann bis zum Ende der Fahrt. Die erste Runde endete mit einem, bzw. drei Treffern. In der zweiten Runde schaffte eine Familie sogar die vier und ich wäre zufrieden gewesen, wenn wir überhaupt einen Ball in das Netz gebracht hätten.Anspannung vor dem Start Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGAnspannung vor dem Start
Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Das Bauchkribbeln, das wir jetzt verspürten hatte nichts mehr mit der Anspannung vor den Spielen der bisherigen Runden zu tun – es war einfach nur „Sch…“ vor dieser Aufgabe und Respekt vor dem Fahrgeschäft. Ok, Platz nehmen, Sicherheitsbügel schliessen und Tüte in die Hand gedrückt bekommen. 3-2-1- Huuuuuiiiiiiiiii – ab nach oben! Was sollte ich machen??? Ach ja, Bälle werfen – am besten IN das Auto! Ich traf alles – Scheibe an der Fahrerseite, Autodach, Absperrohre (5cm dick – also nicht wirklich leicht zu treffen) – aber eben NICHT die V-Klasse. Zwischendurch ging es halt immer rauf und runter, doch während ich mich auf meine Bälle und mein Werfen konzentrierte, war der Bauch relativ ruhig. Komisch: auch wenn ich so ziemlich alles versemmelte, was ich warf, konnte ich sehen, dass ein grüner Ball (unsere Farbe während dieses Spiels) nach dem anderen ins Netz ging (und dort blieb – was nicht unwichtig war 😉 ). Jetzt! Jetzt hatte ich auch endlich mal getroffen. Bogen raus? Neeee, Tüte leer… 🙁 . Das ging ja schnell… Aber die Fahrt war auch schnell zu Ende und ich blickte staunend meine Frau, die mir sagte, dass sie „auch nur zwei oder drei“ Bälle getroffen hätte.Geschafft!!! Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGGeschafft!!!
Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

In der Endabrechnung wurde jedoch 8 (in Worten: A C H T) grüne Bälle gezählt. Der absolute Hammer – wer war das? Hatte man welche aus der Runde vorher im Netz vergessen? Ach nee, die hatten andere Farben – hatten Maus und Elefant ihre Pfoten oder Rüssel im Spiel? Oder sollten tatsächlich die Kinder… – natürlich! Unterschätze niemals Deinen Nachwuchs! Sie hatten sehr schnell das Prinzip der „Aufsetzer“ für sich als erfolgsversprechend“ entdeckt und umgesetzt – Yara hatte zum Schluß sogar noch 4 Bälle übrig! Unfassbar!!! 8 Bälle – doppelt so viele wie die davor beste Familie.Fenja - eine der beiden Heldinnen dieses Spiels Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGFenja – eine der beiden Heldinnen dieses Spiels
Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

In der letzten Runde war nun „Die D-Klasse“ an der Reihe. Wir waren neugierig, wie diese Familie sich nun schlagen würde. Das Spiel beginnt – beide Familien werfen und treffen. Und „Die D-Klasse“ trifft wie am Fließband. Unaufhörlich findet ein Ball nach dem anderen sein Ziel – boah, sind die gut. Nach Ablauf des Spiels stehen 7 Bälle im Netz für „Die D-Klasse“ auf der Habenseite. Ohne es eigentlich wirklich zu wollen, fangen wir nun doch an, weiter zu rechnen: ein Ball mehr = ein Punkt mehr, vorher schon ein Punkt vorne also müssten wir jetzt einen Vorsprung von zwei Punkten haben – wie gesagt, alles inoffiziell…

Als nächstes ging es dann wieder auf die Veranstaltungswiese (Punkt 5 auf dem Parkplan), denn hier warteten 10 V-Klassen zu

Spiel 5: „Volle Ladung V-Klasse“

In diesem Spiel ging es darum, clever und mit Teamwork den vorhandenen Platz im Kofferraum der V-Klasse (zumindest einen Teil davon zu nutzen. Durch die Easy-Pack-Hecklappe lässt sich der Kofferraum nur im oberen Bereich, also im Bereich der Heckscheibe öffnen und hier hat man durch eine Zwischenablage einen separaten Stauraum. Ziel des Spiels war es nun, eine bestimmte Anzahl (natürlich für alle Familien gleich viele) Ravensburger Spiele (natürlich für alle Familien exakt die gleichen) auf eben jener Ablagefläche zu verstauen. Der Clou hierbei: die Spiele mussten erstmal von einem Ablagetisch ca. 10 Meter zur V-Klasse gebracht werden. Jedes Spiel, das auf den Boden fällt ist aus dem Spiel und gibt einen Minuspunkt. Die dann auf der Ablage gestapelten Spiele durften eine markierte Höhe nicht überschreiten und sie durften auch nicht über die Ablagefläche selber heraus ragen. Jedes Spiel, dass nach Ablauf der Zeitgrenze von 4 Minuten (oder sobald eine Familie alle Spiele ordnungsgemäß „verbaut“ hatte) noch nicht verbaut war oder über die Begrenzungen ragte, gab ebenfalls einen Minuspunkt.Taktikbesprechung Familie Lehmann Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGTaktikbesprechung Familie Lehmann
Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Jörg Pilawa gab das Startsignal und los: da solche logistischen Aufgaben eindeutig in das Ressort von Kerstin fallen, wartete sie an der V-Klasse darauf, dass wir ihr die Spiele brachten. Das ganze ging schneller als gedacht und Gottlob auch ohne Spiele fallen zu lassen über die Bühne, sodass wir relativ schnell alle Spiele am Auto hatten. Nun ging es darum, den zur Verfügung stehenden Platz möglichst effizient zu nutzen. Als es noch 30 Sekunden Restzeit gab hatten wir noch 3 Spiele, die wir noch nicht verbaut hatten. Da wir getreu unserem Motto „wir konzentrieren uns nur auf uns“ nicht schauten, wie wir im Vergleich zu den anderen Familien lagen, entwickelten wir den Ehrgeiz, diese drei Spiele auch noch mit einzupacken. Leider wurden wir dabei nun (zum ersten Mal während des bisherigen Tages) etwas hektisch und „bumms!“ lag das erste Spiel auf dem Boden!Hektik bei Familie Lehmann Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr fŸr Daimler AGHektik bei Familie Lehmann
Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr fŸür Daimler AG

Jetzt gerieten wir in leichte Panik: Jörg Pilawa zählte die letzten Sekunden runter, wir versuchten noch so gut es geht die Spiele zu verstauen – dann war die Zeit vorbei! Wir hatten weiterhin noch 3 Spiele nicht verbaut, plus dem einem, das runtergefallen war bedeutete das schon 4 Minuspunkte. Als dann die Jurymitglieder jedes einzelne Auto inspizierten und genau nachschauten, fanden sie noch zwei weitere Spiele, die über die Markierungen ragten – also 6 Minuspunkte!!!! Auweia, da haben wir in den letzten 30 Sekunden aber einiges „verschlimmbessert“. Die Familie „Stadust“ neben uns hatte mit 2 Minuspunkten das beste Ergebnis abgeliefert. Ein banger Blick von uns ging in Richtung der „D-Klasse“: sie hatten 3 Minuspunkte – nach unserer Rechnung hatten sie nun die 2 Punkte, die wir ihnen voraus waren aufgeholt und sogar noch einen Punkt gutgemacht und lagen dementsprechend nun einen Punkt (inoffiziell) vor uns.

Aber noch war ja gar nichts passiert, sagten wir uns. Erstens waren es noch zwei Spiele, zweitens wussten wir ja auch gar nicht, ob nicht auch noch andere Familien punktmäßig mit uns beiden „auf Augenhöhe“ waren. Es ging an die Punkt 6 auf dem Parkplan zu

Spiel 6: „V-Klasse 360°-Spaß-Parcours

Jetzt galt es, die Nerven und Ruhe zu bewahren. Denn jetzt wurde mit zwei echten V-Klassen ein Parcours durchfahren, auf dem normalerweise Modellautos cruisen. Dies ist soweit auch in Ordnung, da diese „Kisten“ um einiges schmaler sind, als die echten und „lebenden“ Familien-Vans, mit denen wir das nun tun sollten. man beachten einmal ein Bild aus dem „Normalbetrieb“ der BahnDiese Fahrzeuge fahren hier sonstDiese Fahrzeuge fahren hier sonst

Zu allem Überfluss wurde die ohnehin schon sehr schmale Bahn nun auch noch mit Pylonen an vielen Stellen verengt. Man konnte also davon ausgehen, dass Mercedes-Benz ein großes Zutrauen in die eigene Technik hatte, denn dieser äußerst enge Kurs sollte nun mit der V-Klasse unter Zuhilfenahme der 360°-Kamera durchfahren werden. Mit dieser genialen Technik kann man aus verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven rund um das Auto schauen und durch die engsten Nadelöhre navigieren. Zumindest in der Theorie und ohne Anspannung – das dachten sich wahrscheinlich auch die Organisatoren und haben zumindest die gesamten Leitplanken rund um den Kurs noch mit Schaumstoff gepolstert. Warum Jörg Pilawa darüber hinaus bei nahezu jeder Gelegenheit noch auf die Vollkaskoversicherung mit 1.000€ Selbstbeteiligung hingewiesen hat, habe ich bis heute nicht verstanden… 😉 .

Es war nun wieder an Yara, unsere Startnummer zu ziehen – und was außer „ihrer“ 7 hätte es schon sein sollen? Da immer zwei Familien gleichzeitig fuhren, konnten wir uns auf jeden Fall zwei Runden anschauen und unsere ohnehin stetig steigende Nervosität ins unermessliche Steigern. Die Aufgabe war, diesen Parcours mit der Zeitvorgabe von 5 Minuten zu durchqueren. Jede Berührung – egal ob Bande oder Pylon – gab einen Minuspunkt. Mit der Zeitvorgabe, konnte keiner von uns wirklich etwas anfangen. Erst als in der ersten Runde beide Autos dieses Zeitlimit erfüllten – ein Auto jedoch leider mit einer Berührung – konnte man das ein wenig einordnen.

In Runde zwei blieben beide Familien (u.a. auch die „D-Klasse“) fehlerfrei, was den Druck auf uns (ich war als Fahrer auserkoren – warum wissen nur der liebe Gott und meine Frau) noch „ein wenig“ erhöhte. Ich glaube, ich habe seit meiner Führerscheinprüfung noch nie wieder so sehr vor einer Autofahrt gezittert, wie zu diesem Zeitpunkt. Selbstverständlich nutzte ich die Gelegenheit und lies mir vom Markenbotschafter höchstpersönlich nochmal die Funktionsweise der 360°-Kamera erklären 😉Jörg erklärt die V-KlasseFoto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGJörg erklärt die V-Klasse Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Dann ging es los – oder eher: ich schlich von dannen. Schön langsam und behutsam rollte ich mit der V-Klasse durch die ersten Engpässe der Strecke. Kerstin navigierte mich aus ihrem Fenster heraus an den „Gefahren“ der rechten Seite vorbei, ansonsten war mein Blick stets entweder auf dem Monitor mit dem Bild der 360°-Kamera, mit der ich währenddessen auch desöfteren Blickwinkel und Perspektiven wechselte, oder aus dem linken Seitenfenster  – ganz selten vielleicht auch mal nach vorne durch die Windschutzscheibe. Ich glaube, so langsam kann ich noch nicht mal gehen, wie ich da „gefahren“ bin. Dazu höchst konzentriert und bis zum Zerreissen angespannt tuckerte ich Meter um Meter durch die nachempfundene Mondlandschaft.Högschte Konzentration Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGHögschte Konzentration
Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Ich kann gar nicht beschrieben, wie viele Steine mir vom Herzen gefallen sind, als auch wir endlich durch den Kurs waren und dies ebenfalls fehlerfrei. Unterm Strich waren 9 von 10 Familien fehlerfrei durch die Landschaft „gedüst“ – ein Indiz dafür, wie gut und zuverlässig die 360°-Kamera-Technik der V-Klasse ist. Da, wie schon erwähnt, auch die „D-Klasse“ fehlerfrei geblieben war, änderte sich nichts an unserer (inoffiziellen) Rechnung. Demnach müssten wir im letzten Spiel einen Punkt aufholen, um zumindest ein Unentschieden zu holen – spannender geht es kaum und so langsam fingen wir an zu realisieren, dass unsere Chance „Family of the year“ zu werden gar nicht mal mehr so unrealistisch war…

Nun also wieder in die „Showarena“, Punkt 7 auf dem Parkplan zu

Spiel 7: „Quizduell“

Tja, was soll man sagen? Buchste Jörg Pilawa, kriegste Quiz 😉 . Nein, das ist gar nicht böse gemeint, immerhin bezeichnet er sich ja mittlerweile selber als „Quiz-Onkel“ und ich muss gestehen, dass ich für solche Sendungen eine hohe Affinität habe. Aber es ist halt dann doch etwas anderes, auf dem Sofa oder im Publikum zu sitzen oder aber selber „live und in Farbe“ dabei zu sein und dann auch tatsächlich die Chance auf einen wirklichen Hammerpreis zu haben. Und das noch dazu in einem „Showdown“ wie man ihn auch im Film nicht spannender hätte inszenieren können. Alle Familien wurden an ihre Pulte gerufen:Erwartungsfrohe Kinder - angespannte Eltern... Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGErwartungsfrohe Kinder – angespannte Eltern…
Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Die Regeln waren schnell erklärt: 18 Fragen, jede korrekte Antwort gab einen Punkt. Wie in der TV-Show oder auch der App gab es verschiedene Wissensgebiete – hier 6. Das ganze wurde in drei Runden gespielt mit sich jeweils steigernden Schwierigkeitsgraden. Die Familien konnten sich beraten und hatten 20 Sekunden zur Lösungsfindung (eine Antwort aus drei Möglichkeiten) Zeit. Das ganze wurde „oldschool“ gespielt, also ohne Technik, sondern durch einfaches, aber gleichzeitiges Hochhalten (auf Kommando von Jörg Pilawa) manuell erstellter Lösungstafeln mit den Buchstaben A,B oder C. Wie bei „1,2 oder 3“ durften sich die Kinder bei ihren jeweiligen Betreuern aus dem Spieleland (bei uns also Anita, die so herrlich mit uns mitgefiebert hatte) einen Bauklotz (anstatt Ball) abholen. Diese Klötze wurden dann vor den Familien auf den Pulten abgelegt.Ein Punkt für uns Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGEin Punkt für uns Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Das Spiel begann und die ersten Fragen waren schnell und leicht beantwortet. Die „D-Klasse“ stand ganz rechts außen von uns aus gesehen und wir hatten bis dahin immer die gleichen Lösungen. Bei Frage 4 oder 5 der ersten Runde geschah es dann aber: unterschiedliche Schilder bei der „D-Klasse“ und bei uns. Der erste Spannungsbogen ging weiter nach oben – und: unsere Antwort war richtig, die „D-Klasse“ hatte daneben getippt. Nun also der Ausgleich (nach unserer Rechnung).Eindeutiges VotumFoto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGEindeutiges Votum Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Die nächsten Fragen beantworteten wir dann wieder gleich. Dann ging es in die zweite Runde und der Schwierigkeitsgrad erhöhte sich. Bei der einen oder anderen Fragen antworteten wir nun aus dem Bauch heraus und auf Nachfrage der anderen wurde hier und da die erste Lösung wieder revidiert und verändert.Gleichwertiges Stimmrecht für alle! Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGGleichwertiges Stimmrecht für alle! Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Das das nicht immer zum Besten geschieht weiß man jedoch schon aus der Schule und auch aus den Quizshows aus dem TV, wo es ja oftmals heißt, dass der erste Gedanke meist der richtige ist oder man sich einfach auch mal auf sein „Bauchgefühl“ verlassen sollte. So war es auch hier: durch einige solcher „Verbesserungen“ der ersten, spontanen Antwort wurde in der Gruppendiskussion dann leider die falsche Lösung und plötzlich lag die „D-Klasse“ wieder zwei richtige Antworten vor uns.Ein sehr unsicheres "A" - verdeckt von Fenja Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGEin sehr unsicheres „A“ – verdeckt von Fenja
Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Es schien schon alles vorbei zu sein – doch auch andere machen nicht immer alles richtig und plötzlich hatten wir wieder einen Gleichstand nach richtig beantworteten Fragen. Die Fragen wurden immer schwerer und nach 17 von 18 Fragen stand es 12:12 zwischen der „D-Klasse“ und uns und auch „Die Thüringer Frechdachse“ hatten ebenfalls 12 richtige Antworten. Nun musste (nach unserer inoffiziellen Rechnung) also tatsächlich die letzte Frage die Entscheidung bringen: Sieg für die „D-Klasse“ oder Ausgleich in letzter Sekunde?

Man möge mir verzeihen: bis auf einige, ganz wenige, Fragen sind alle diese Fragen aus dem letzten Spiel nicht mehr präsent. Viel zu viel schwirrte mir durch den Kopf: Konzentration auf die Fragen und Antwortmöglichkeiten und „nebenbei“ mitrechnen, wie der aktuelle Stand wohl sein mag. Daher weiß ich auch nicht mehr alle drei Lösungsmöglichkeiten zu der finalen Frage „In welchem Asterix-Band taucht der Hund Idefix zum ersten Mal auf?“ Ich weiß noch, dass es die Möglichkeiten „Asterix und Kleopatra“ und „Asterix auf Korsika“ gab – bei der dritten Lösungsmöglichkeit bin ich mir nicht mehr sicher, aber ich meine es wäre „Asterix der Gallier“ gewesen. Das war jedoch der erste Band dieses Comics, deswegen hatte ich ihn ausgeschlossen. Diesmal auf das Bauchgefühl hörend tippte ich auf „Asterix und Kleopatra“ – die „D-Klasse“ wählte eine andere Lösung… – boah, das gibt’s doch gar nicht: sollten wir den einen Punkt, den wir (nach unserer Rechnung) noch brauchten, tatsächlich mit der letzten Frage noch holen????

Nach einer gefühlten Ewigkeit löst Jörg Pilawa tatsächlich auf: „Asterix und Kleopatra“ heisst die richtige Lösung!!! Unfassbar! Unentschieden??? Jetzt wirklich???? Oh mein Gott!!!! Wir können tatsächlich das Auto gewinnen – nach den Teilnahmebedingungen sollte es bei Gleichstand ein Entscheidungsspiel geben. Oh mein Gott – die Gedanken überschlagen sich – die Gefühle fahren Achterbahn. Dagegen war der Freifallturm heute Mittag das reinste Erholungszentrum. Im Gespräch mit den Kerstin und den Kindern verständigen wir uns, ruhig zu bleiben und abzuwarten, was jetzt der offizielle Juryentscheid (man hat sich schon zur Besprechung zurückgezogen) beschliesst.

Zwischendurch überbrückt Jörg Pilawa die Wartezeit ganz professionell mit Small-Talk mit jeder der Familien. Ein echter Profi, der super locker den ganzen Tag gemeistert hat und dem man auch abnimmt, dass dies heute nicht „nur ein Job“ für ihn war, sondern dass es ihm zum einen auch sehr viel Spaß gemacht hat und er zum anderen auch voll hinter dem Produkt V-Klasse steht.Small-Talk mit Jörg Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGSmall-Talk mit Jörg Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Zwischendurch kommt noch mal eines der Jurymitglieder heraus. Sie zählt die Bauklötze unserer direkten Nachbarn (nicht der „D-Klasse“) – das sind 11 und unsere: 13!Fette Beute Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGFette Beute Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Dann ist es soweit: die Jury kommt wieder zurück aus ihrer Besprechung und Jörg fragt – ob es ein Ergebnis gibt. Die Jury bejaht mit den Worten „Ja, ein eindeutiges“. Wieder überschlagen sich unsere Gedanken. Eindeutig? Müsste doch Gleichstand sein – hat man am Ende bei Gleichstand jetzt nach Siegen in einzelnen Spielen gewertet? Dann müssten wir das sein – immerhin haben wir drei Spiele (Puzzle, Freier Fall und Quizduell) gewonnen – und in den anderen (außer „volle Ladung“) war niemand besser. Gedanken kreisen und rasen – Jörg hat die Karten mit den drei bestplatzierten bekommen und verkündet „mit 57 Punkten die Thüringer Frechdachse“ (ich meine zumindest, dass sie es waren – aber ich war „im Tunnel“ und auf andere Dingen konzentriert).

Nun wird es unbeschreiblich spannend. Am liebsten würden wir alle vier fliehen. Wir umarmen uns, wir halten uns fest, wir sind zum zerreissen gespannt. Natürlich zieht Jörg es in die Länge, wer will es ihm verübeln, das gehört nun mal dazu. Den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr, aber er redet von einer äußerst knappen Entscheidung. Er sagt, das zweitplatzierte Team hat 67 Punkte („keine Ahnung“), einen Familiennamen mit 7 Buchstaben („passt“), kommt aus Niedersachsen („passt“) aus der Nähe von Hannover („passt auch“) und hat den Teamnamen „Die vier Musketiere“… – „BINGO“!Siegerfoto Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGSiegerfoto Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Wir gehen nach vorne, lassen uns gratulieren und freuen uns – ganz wirklich, ganz echt! Da ist keine Enttäuschung, kein Neid, keine Missgunst. Denn wir haben viel, viel mehr erreicht, als wir überhaupt zu träumen gewagt hätten. Wir sind in einem Wettbewerb mit 9 tollen und überaus sympathischen Familien guter Zweiter geworden! Spielpakete von Ravensburger Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGSpielepakete von Ravensburger Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Neben einem tollen Spielepaket des Ravensburger Verlages, das jede der teilnehmenden Familien bekommen hat, erhalten wir genauso wie die drittplatzierte Familie einen Hotelgutschein für ein Wochenende für ein exklusives Partnerhotel von Mercedes-Benz. Noch ein Highlight!!! Was wollen wir denn mehr?

Wir freuen uns mit der „D-Klasse“, als Jörg sie zur „Family of the year“ ausruft – sie haben 69 Punkte, damit 2 mehr als wir und können als 6-köpfige Familie den Hauptpreis, dieses einmalige Familienauto mindestens genauso gut gebrauchen, wie jede andere Familie, die hier mitgemacht hat – ja, auch die anderen 840, die sich beworben hatten, aber heute nicht hier sein durften.Gruppenfoto Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AGGruppenfoto Foto: BrauerPhotos © H.Fuhr für Daimler AG

Nachdem wir endlich der „D-Klasse“ gratulieren konnten, nach den obligatorischen Fotos und einer Autogrammstunde mit Jörg Pilawa ging es langsam aber sicher wieder zurück zur Veranstaltungswiese ins Cateringzelt, denn immerhin sind ja noch ein weiteres Highlight, ein gemeinsamer Grillabend auf dem Programm.

So nach und nach fielen die ganze Anspannung und die Nervosität von uns ab und während des Essens aber auch in ein paar Gesprächen (auch mit anderen Familien) kam nun doch ein bisschen Enttäuschung über diese einmalige, aber so knapp verpasste Chance hoch. Dies allerdings gar nicht mal aus Missgunst, sondern ich liess einfach noch mal den Tag und die Spiele Revue passieren und rechnete für mich noch mal die Punkte zusammen. Ich kam immer wieder auf einen Gleichstand. Irgendwo musste ich einen Denkfehler haben und das lies mir keine Ruhe.

Irgendwann fasste ich ein Herz und sprach die Projektleiterin Ina an und bat sie, mir die Punktevergabe nochmal zu erklären. Ich gebe zu, das hat mich fürchterlich viel Überwindung (und vielleicht auch zwei, drei Bier) gekostet, denn nichts lag mir ferner, als als schlechter Verlierer dazustehen. Ich bin seit jeher Sportler, habe als Fußballer begonnen, bin mittlerweile 30 Marathons gelaufen und erkenne die Leistungen anderer immer fair und sportlich an. Nun diesen Schritt zu gehen fiel mir unsagbar schwer – aber es war für mich die einzige Möglichkeit, das ganze für mich im Kopf „klar zu bekommen“ und einen Haken für mich an Sache machen zu können.

Gott sei Dank war Ina sehr verständnisvoll und geduldig und hat mir das Punktesystem nochmal erklärt und dann sind wir ziemlich schnell auf meinen Denkfehler gekommen. Basis der Punkteverteilung war im Grunde genommen immer das System aus Spiel 1, dem Puzzle – so wie Jörg Pilawa es erklärt hatte: der Sieger eines Spieles bekommt 10 Punkte, der zweite 9, der dritte 8, usw… Ausnahmen waren das Spiel 3 „memory (R)“: hier bekam der Sieger eines Duells 10 Punkte, der unterlegene 5. Bei Spiel 2 dem „verrückten Labyrinth“ gab es je einen Punkt für jede gefundene Frage und jede richtige Antwort und bei Spiel 7 „Quizduell“ halt für jede richtige Antwort einen Punkt. Und so kam dann halt die Differenz zustande:

Zählweise á la Lehmann Offizielle Zählweise
Team „D-Klasse“ Team „Vier Musketiere“ Team „D-Klasse“ Team „Vier Musketiere“
Spiel „Puzzle“ 9 10 9 10
Spiel „Labyrinth“ 10 10 10 10
Spiel „memory(R)“ 10 10 10 10
Spiel „Freier Fall“ 7 8 9 10
Spiel „Ladung“ -3 -6 9 4
Spiel „Kamera“ 10 10 10 10
Spiel „Quizduell“ 12 13 12 13
Gesamtpunkte 55 55 69 67

Anhand dieser Tabelle ist unser falscher Denkansatz gut sichtbar. Außerdem lässt sich hier auch sehr gut ablesen, warum die „D-Klasse“ nun diese Nasenspitze Vorsprung vor uns hatte: im Gegensatz zu uns sind sie auf einem konstant hohen Niveau „geflogen“, während wir uns in Spiel 5 einen Leistungsknick geleistet haben. Natürlich könnten wir nun lamentieren und darüber nachdenken, was gewesen wäre, wenn wir bei „Volle Ladung“ 30 Sekunden vor Schluß nicht noch großartig umgebaut hätten. Oder was gewesen wäre, wenn wir im „Quizduell“ mehr auf unseren Bauch gehört und uns bei zwei, drei Fragen nicht noch für andere Antwortmöglichkeiten entschieden hätten.

Aber das ist ja nicht zielführend und bringt uns nicht weiter. Unterm Strich kann man sagen, dass wir unglaublich nah dran waren, ein echtes Traumauto (ja, dieses Auto hat wirklich Begehrlichkeiten geweckt), das wir uns unter normalen Umständen nie würden leisten können, zu gewinnen. Es dann nun doch nicht ganz geschafft zu haben (und erst nicht verstanden zu haben, warum) fühlte sich zunächst so an, als wenn man im WM-Finale in letzter Minute den entscheidenden Elfmeter verschiesst. Das Gespräch mit Ina hat dann aber doch schon sehr geholfen.

Nichtsdestotrotz hatten wir doch ein Wahnsinnswochenende, wie man es sich für Geld so gar nicht kaufen kann. Wir hatten unheimlich viel Spaß und sind als Familie sehr eng zusammen gerückt. Wir haben uns selber bewiesen, was man erreichen kann, wenn man gut als Team funktioniert und wie wichtig auch die „kleinsten“ Teammitglieder sind: gerade sie haben uns in der einen oder anderen Situation extrem weiter geholfen. Und es war ja auch noch nicht vorbei: der gemeinsame Grillabend ging ja noch weiter und der Sonntag, an dem wir ja auch noch mal wieder in das Ravensburger Spieleland durften stand auch noch bevor…

Einen kleinen Film über das Wochenende und ein Statement von Jörg Pilawa gibt es hier oder auch unter www.familyoftheyear.de

Wir möchten uns auf jeden Fall auf diesem Wege auch noch einmal bei allen beteiligten Unternehmen und ganz besonders den handelnden Personen bedanken. Denn ein Unternehmen kann immer nur so gut sein, wie die Menschen, die dafür arbeiten. Und sowohl die Mitarbeiter von Mercedes-Benz, wie auch die Mitarbeiter des Ravensburger Spielelandes, die vielen Helfer aus den Agenturen, die mit der Abwicklung, Logistik und nicht zuletzt dem Fahrdienst betraut waren haben allesamt uns ein unvergessliches Wochenende zu bescheren!

Ein bisschen Wehmut kam am Sonntagnachmittag nach einem sehr lustigen Familientag im Ravensburger Spieleland dann aber doch nochmal auf, als Frederic mich die V-Klasse wieder zurück zum Münchener Flughafen fahren liess. Diese „Abschiedsfahrt“ mit diesem klasse Wagen, der uns alle vier ausnahmeslos begeistert hat, brachte doch noch mal den einen oder anderen Gedanken an die sooooooo knapp verpasste Chance wieder hoch. Ich bin überzeugt davon, dass der Wagen hier sehr gut zu uns in das hannoveraner Umfeld gepasst hätte – sieht man hier ansonsten in der Klasse Familien-Van meistens nur Wagen eines Herstellers mit der Abkürzung von zwei Buchstaben.

Aber wer weiß, vielleicht erfüllt sich dieser Traum ja doch noch eines Tages – der Lottoschein ist auf jeden Fall schon mal abgegeben… 😉

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