Das Jahr ist gelaufen…

…im wahrsten Sinne des Wortes. Seit dem New York Marathon ist bei mir lauftechnisch nicht mehr viel passiert. Ich bin lediglich noch ein- (nein, eigentlich eher zweimal) gelaufen. Und das bezeichnenderweise auch noch an einem Tag, dem 22. November: als erstes stand die Premiere des Steelman in Hannover auf dem Programm. Und dies war sogar eine Premiere im doppelten Sinne: zum ersten Mal gab es diese Veranstaltung und für mich war es das erste Mal, das ich an einem solchen „Hindernisrennen“ teilnahm. Die Eindrücke waren sehr interessant und durchweg positiv.

Das Rennen war sehr gut organisiert und die Hindernisse waren insgesamt nicht zu schwer und (zumindest an der einen oder anderen Stelle mit Hilfe) gut zu bewältigen. Da es zwar auch eine individuelle Zeitnahme gab, hatte das Rennen zwar auch einen Wettkampfcharakter, aber der stand (und nicht nur bei mir) weit im Hintergrund. Im Grunde genommen ging es darum, laufenderweise von einem Hindernis zu kommen. Wirklich schwierig fand ich im Grunde genommen nur zwei Hindernisse: Steel Castle – einem „Hangelparcours“ an Metallstangen und Wooden Wall – eine 2,50 m hohe Holzwand (nein, es waren sogar zwei hintereinander). Beim Hangeln war es mein Problem, dass ich nur reine Laufhandschuhe (sehr glatt) anhatte und ständig von den Stangen abrutschte. Die Holzwand war für geübte „Hindernisläufer“ kein Problem, ich war auf ein bisschen „Räuberleiter“ angewiesen. Der Rest der Strecke war sehr gut zu bewältigen, hat aber trotzdem durchaus das gebracht, was ich mir davon versprochen hatte: viel Spaß und noch mehr Dreck ;). Nach einer guten Stunde hatte ich die Runde von 9 Kilometer Länge hinter mich  gebracht und überquerte die Ziellinie.Steelman 1 Eigentlich war ich für die Maximalstrecke – also 2 Runden = 18 Km gemeldet. Da allerdings kurzfristig noch eine besondere „Herausforderung“ an genau dem gleichen Tag stattfand, habe ich kurzfristig umgemeldet und am gleichen Tag einen zweiten Lauf in Angriff genommen: Polar Deutschland hatte via Facebook zu einer Staffel quer durch Deutschland aufgerufen: innerhalb von 14 Tagen sollte die neueste Sportuhr des Unternehmens, die M400, durch die Republik getragen werden. Für jeden Kilometer, der hierbei (entweder per Rad oder vom Läufer) absolviert wurde, wollte Polar 2 € für das Team der Berlin Kobra Ladies (Damen American Football Team) spenden. Am Ende kamen so 970,6 Kilometer, also 1942,– Euro zusammen.

Das hieß für mich also nach einem schnellen und kurzen Duschen (damit zumindest der gröbste Dreck) in die Innenstadt zu Det’s Laufshop zu fahren, wo ich die Uhr von einem Radler bekommen sollte, der in Buchholz in der Nordheide gestartet war. Durch eine Reifenpanne war er leider etwas verspätet, was aber meiner Aufgabe (1 Stunde innerhalb Hannovers laufen) keinen Abbruch tat.  11,5 Kilometer habe ich innerhalb der Stunde noch mit auf die Uhr bringen können – was ich in Anbetracht des Laufes vom Vormittag als ganz gut empfunden habe. Unter allen Teilnehmern der Staffel (63) wurden im Anschluss der Aktion noch 5 Exemplare der M400 verlost. Leider war ich nicht unter den glücklichen Gewinnern – vielleicht habe ich ja irgendwann und irgendwie nochmal die Chance auf das „Flagschiff“, die V800… 😉

Polar 1Seitdem bin ich noch nicht wieder gelaufen und ich merke so langsam, dass ich in eine gewisse Lethargie verfalle. Aufgrund von vielen privaten und beruflichen Terminen war bisher auch nicht so sonderlich viel möglich – aber das muss jetzt halt anders werden. Eine Wiederaufnahme des Trainings ist jetzt dringend geboten, denn ansonsten schlägt die Weihnachtszeit vollends zu… 😉
Mein Fazit des Laufjahres 2014 ist durchwachsen. Meine Ziele, die Marathon strecke mal wieder so um und bei 3:30 zu laufen habe ich um Lichtjahre verpasst. Das hatte unterschiedliche Gründe: verschlampte Vorbereitung auf Hamburg, verletzungsbedingte Zwangspause in der heißen Phase der Herbstvorbereitung mit dann zwei „Katastrophen“-Marathons in Berlin und der Hitzeschlacht von Palma. Und als krönenden Abschluss dann beim New York City Marathon mit einem Runners-High auf den letzten 8 Kilometern, wie ich es noch nie erlebt habe.

Aber es gab noch mehr Highlights: eine ganz tolle Möglichkeit, als Running.Coach-Teammitglied immer mal wieder Eindrücke schildern zu dürfen und nebenbei eine wirklich fantastische Betreuung durch Valentin zu erfahren. „Nebenbei“ und vollkommen unverhofft durch Brooks eine komplette und ebenfalls ganz tolle Laufausrüstung zu bekommen – was will man mehr??? Da kann man gar nicht oft genug „Danke“ sagen!

Was kommt in 2015? Hmmmm…, sehr gute Frage, die ich so zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wirklich beantworten kann. Fix ist ein Start in Hannover am 19.04. – immerhin darf ich dort Jubiläumsläufer sein!!! Die Distanz steht noch aus und hängt ein bisschen davon ab, ob ich eine Woche später bei meinem persönlichen Lieblingsmarathon in Hamburg starte. Eine weitere Option ist der Helgoland-Marathon am 09.05. Aber da muß dann auch (mal wieder) die Familie mitspielen…

Für den Herbst ist noch gar nichts geplant – aber das war Ende 2013 auch so und dann kamen auf einmal 3 Marathons… Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass es  auch im Jahr 2015 einen weiteren (und dritten) Start in New York geben sollte – irgendwo werde ich auch im Herbst 2015 an den Start gehen.

Ziele? Im Grunde genommen die gleichen wie im letzten Jahr zum gleichen Zeitpunkt, aber vielleicht einfach mal ein bisschen „defensiver“: es sollte zumindest eine „3“ auf der Zieluhr stehen. Im Grunde sollte das auch kein wirkliches Problem sein – ich muss nur langsam mal den A… an die Wand bekommen und konsequent trainieren und mich vorbereiten. Die notwendigen Hilfsmittel hat mir der Running.Coach (auch mit den Stabi-Übungen) an die Hand gegeben – liegt es jetzt wirklich nur noch an mir???

Deine Meinung

Kommentar verfassen