Aloha

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Nach tollen und eindrucksvollen anderthalb Tagen ging es am Mittwochmorgen (unserer Zeit) weiter zum eigentlichen Zielort unserer Reise, der Trauminsel Hawaii. Dabei wurde uns der Abschied aus San Francisco sehr leicht gemacht, denn es goss aus Kübeln. Kaum denkbar, die Fusstour, die Kerstin und ich noch am Dienstag gemacht hatten, bei diesem Sauwetter zu absolvieren. Also: nichts wie raus zum Airport und ab in den Flieger!

Der Flug sollte noch einmal gute 5 Stunden dauern, aber wer kurz vorher schon 11 Stunden hinter sich gebracht hat, der dürfte auch 5 Stunden schaffen. Eine sehr positive Überraschung gab es schon beim Einsteigen in die Maschine: die Crew war nicht dieselbe, wie auf dem Hinflug nach San Francisco (wenn auch nur unbedeutend jünger), dafür war die Maschine um einiges neuer und Bot an jedem Sitzplatz dank eines Bildschirms in der Kopfstütze des Vordermannes einen selbst frei wählbares Unterhaltungsprogramm, dass sehr viel Abwechslung versprach. So sollten die 5 Stunden doch nun wirklich ein Klacks sein…

Am Flughafen Honolulu angekommen gab es auch sofort die ersten Hinweise auf den Marathon

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und noch vor der Abholung der Koffer wurden wir vom Reiseveranstalter standesgemäß mit einem Lei aus (echten) Orchideen „Willkommen“ geheißen. Beim Verlassen der Flughafenhalle gab es dann den ersten „Wetterschock“: der Himmel, war zwar bewölkt, die Temperaturen lagen trotzdem bei 27 Grad und die Luftfeuchtigkeit war extrem hoch – schwierig, sofort richtig Luft zu bekommen.
Auf der Transferfahrt zum Hotel gab es dann auch noch die ersten Eindrücke der Insel, aber so richtig wirklich glauben, nun wirklich auf Hawaii zu sein, konnten wir nicht…

Nach dem Check-in im Hotel (liegt direkt am Strand von Waikiki) machte ein Großteil von uns sich auf die Suche nach etwas essbarem. Waren wir doch schon seit einigen Stunden unterwegs und hatten kollektiv das Frühstück, dass an Bord der United Airlines gegen ein „geringes Entgelt“ angeboten wurde, boykottiert. Unser Weg führte uns an der Strandpromenade entlang zu einem „einheimischen Spezialitätenrestaurant“. Die meisten aus der Gruppe, wurden satt und waren es damit zufrieden. Leider hatte jedoch ein „Fremdtiger“ (ein einzeln Reisender, der die Reise bei BMW gewonnen hatte) weniger Glück, als er sich etwas „typisch hawaiianisches“ servieren lies: der appetitliche Anblick des Gerichtes hatte deutlich Luft nach oben und auch die lukullischen Gelüste müssen nicht unbedingt unschlagbar gewesen sein…

Nach einem ersten Zusammentreffen mit dem Reiseleiter des Veranstalters nutzen wir alle in kleineren Gruppen danach die Zeit, um Honolulu und vielmehr Waikiki auf eigene Faust zu erkunden. Beeindruckend war ab dem ersten Moment die Vielzahl der Läufer, die quasi den ganzen Tag unterwegs sind und noch viel mehr die Zahl der Japaner. Von den schätzungsweise 25.000 Startern am Sonntag ist bestimmt gut die Hälfte aus Japan. Da die japanische Fluglinie JAL (Japanese Airline) Hauptsponsor des Marathons ist, werden die Landleute offensichtlich zu sehr günstigen Tarifen nach Hawaii geflogen, um hier den Jahresurlaub zu verbringen und einen Marathon (und danach nie wieder) zu absolvieren. Wenn man sich diese Menschen nun bei Ihren „Trainingsläufen“ ansieht, dann bekommt man schon enorme Zweifel, wie die überhaupt 5 Kilometer laufen wollen. Ganz zu schweigen natürlich dann von 42,195… Wenn man nun aber weiß, dass das Ziel 16 Stunden geöffnet ist (vielleicht ist das auch eher der Grund für den frühen Start und nicht die Hitze), was einer Zeit von ca. 20 Minuten pro Kilometer entspricht, dann bekommt das ganze wieder ein ganz anderes Gesicht…

Der erste Tag ging wieder relativ früh zu Ende, doch es sind ja noch ein paar hier…

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